Termine

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CCC-Aktion zum internationalen Frauen(kampf)tag

Von Bekleidungssyndikat am 08. Mär. 2010

Da die überwiegende Mehrheit der in der Textilbranche Arbeitenden Frauen sind, ist es nur folgerichtig am internationalen Frauen(kampf)tag die Aktion zu puschen. Schließlich geht es am 8.März darum die Ungleichbehandlung von Frauen gegenüber Männern (ich sage nur 24% Lohnunterschied) zu thematisieren und nicht nur darum Rosen zu verteilen. Andererseits ist die Parole des Streiks der Textilarbeiterinnen in Lawrence, Massachusetts, welche in der IWW organisiert waren immer noch gültig: Wir wollen Brot und Rosen!

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Auf der Seite von Inkota heißt es zu der Kampagne:

“ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie bekommen trotz schwerer Arbeit einen Lohn, von dem Sie nicht leben können. Deshalb starten sie die ‚Asia Floor Wage’-Kampagne, die für den asiatischen Kontinent einen ‚Existenz sichernden Lohn – Living Wage’ berechnet hat, an dem sich Unternehmen und Politik orientieren können.”

Die Kampagne unterstützen könnt ihr hier.

Fundstücke

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Online-Aktion zu Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidung

Von Bekleidungssyndikat am 24. Feb. 2010

Anlässlich der Olympischen Winterspiele und auch mit Blick auf die Fussballweltmeisterschaft zu der es eine eigenen Kampagne geben wird hat die “Kampagne für saubere Kleidung” wieder eine Onlienmitmachaktion gestartet.

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Auf der Aktionsseite heißt es:

“Die vier entscheidenden Bereiche, in denen bis jetzt nur wenig erreicht wurde und in denen noch viel mehr getan werden muss sind: das Recht der Arbeiter auf
Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen, die Notwendigkeit von Löhnen, mit denen die Grundbedürfnisse gedeckt werden können, zunehmend bedenkliche Arbeitsbeziehungen, die die Rechte der Arbeiter unterminieren, und die Folgen der Welle von Betriebsstilllegungen für Arbeiter und Gemeinden.

Die Internetseite »Clearing the hurdles« (www.clearingthehurdles.org) gibt detailliert Antwort auf die Frage »Was, wenn überhaupt, hat sich bei den einzelnen Marken tatsächlich verbessert?« und es wird deutlich, dass noch nicht genug Fortschritte erzielt wurde. Einige der Marken stimmten nicht einmal zu, sich die Forderungen zum Ziel zu machen.”

Unterstützt die Protest-Aktion!
Schreibt eine Protest-Email an die Sportbekleidungsfirmen und fordert Sie,

  • sich für die uneingeschränkte Gewährung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit und kollektive Verhandlungen einzusetzen;
  • von prekären Beschäftigungsverhältnissen in der Lieferkette abzusehen;
  • Fabrikschließungen zu vermeiden und deren negative Konsequenzen zu verringern und
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitslöhne einzuführen, mit dem Ziel einen existenzsichernden Lohn für alle ArbeiterInnen zu ermöglichen.

» Hier geht es zur Online-Protest-Aktion

Fundstücke

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Urgent Action: Protest gegen gewaltsame Räume / Chiapas

Von Bekleidungssyndikat am 15. Feb. 2010

Seit mehreren Jahren haben die Bundes- und Staatsregierungen öffentlich die Durchführung von Zwangsräumungen angekündigt, und haben auf willkürliche Weise und unter Verletzung der Menschenrechte die indigenen Dörfer vertrieben, die seit mehreren Jahrzehnten in der Region des Biosphärenreservats Montes Azules ansässig gewesen sind. Dies ist Teil der offiziellen Strategie des Raubes, des Ausschlusses und der Diskriminierung, unter dem Vorwand des »Naturschutzes«, zugunsten von Investitionen nationaler und internationaler Interessen in den Branchen Tourismus und Forschung.

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Am 21. und 22. Januar 2010 wurden in den Gemeinden Laguna El Suspiro und Laguna San Pedro im Bezirk Ocosingo, Region Montes Azules, von Polizeieinheiten und staatlichen Behörden zwei gewaltsame Räumungen durchgeführt. Diese erfolgten ohne Vorwarnung. Zudem wurde den BewohnerInnen der beiden Gemeinden nicht erlaubt, persönliches Eigentum mitzunehmen. Augenzeugen aus der Region berichteten, dass alle Häuser und Besitztümer in den besagten Dörfern niedergebrannt worden seien.

Am 26. Januar 2010 gaben die Staats- und Bundesbehörden für Umweltschutz in einer Pressekonferenz bekannt, ein weiteres Tourismusprojekt entlang historischer Maya-Stätten von Honduras über Guatemala bis Mexiko ins Leben zu rufen. Dies beinhaltet so genannte Ökotourismusprojekte. Darüber hinaus wurde die Zwangsräumung weiterer Gemeinden in den Montes Azules bekannt gegeben.
Aufgrund der erwähnten Vorfälle, rufen das Menschenrechtskomitee Fray Pedro Lorenzo de la Nada, der Servicio y Asesoría para la Paz (SERAPAZ) und das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba) dazu auf, Protestbriefe an die mexikanische Regierung zu schicken.

Eine Online-Petition zur Unterstützung des Protestes und weitere Hintergrundinformationen findet ihr hier:

http://www.chiapas98.de/ua2.php?id=70

Ein wenig Hintergrund zu der Frage, in wie weit Biosphärenreservate tatsächlich die Umwelt schützen, gibt es in dem Buch “Naturschutz und Profit” von Klaus Petersen.

Produkte

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Der Frühling steht vor der Tür

Von Bekleidungssyndikat am 12. Feb. 2010

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Aber, wie viele auf ein Ende des Winters warten wir gerade auf die Lieferungen unserer neuen Kollektionen, die leider überwiegend erst im März und April zu uns kommen werden. Dafür gibt es aber schöne neue Sachen für Frühling und Sommer.

Leider gibt es einige Nachrichten, die unser Stimmung trüben. Neben der anhaltenden Angriffe auf die Gewerkschaftsfreiheit in Berlin (siehe jetzt noch aktiv werden), macht uns vor allem der „Bio-Baumwollskandal“ Sorgen. Hier auf „korrekte Klamotten“ findet ihr einen Kommentar von uns und noch viele weitere Stellungnahmen und weiterführende Hinweise dazu.

Aber es gibt noch etwas richtig erfreuliches, im Mai/Juni werden wir zwei Näherinnen der FairTradeZone / Comamunvi von denen wir unsere Shirts beziehen zu einer 14-tägigen Rundreise begrüßen dürfen. Genaueres erfahrt ihr rechtzeitig von uns. Aber merkt euch schon mal den Termin und achtet auf die Hinweise.

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Pants to Poverty

Sehnsüchtig warten wir auf die neue Kollektion und unsere Nachbestellungen. Laut unserem Kontakt im UK werden die neuen Hosen – die ihr schon unter www.pantstopoverty.com bewundern könnt am 18.2. bei uns eintreffen. Das heißt ab dem 19.2. gibt es neue Modelle für euch, damit ihr frisch eingekleidet in den Frühling starten könnt.

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… wieder auf Lager

haben wir viele Kapuzis von Epona. Auch unsere beliebten Motive, wie „Bildet Banden“, „Freiheit.Wahrheit.Sicherheit“ oder „Organize! (Fische)“ gibt es wieder in (fast) allen Größen.

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…und ab demnächst

gibt es noch mehr tolle Sachen. Für das Frühjahr suchen wir gerade Sneaker bei ethletics aus. Bestellt haben wir schon vintage Trainingsanzüge von Epona und einige schicke Klamotten nicht nur für FreeclimberInnen von monkee – beides sollte im nächsten Monat bei uns im Shop sein. Außerdem wird es noch eine neue Linie mit Unterwäsche für Frauen geben und natürlich auch die neue Linie von [treches].

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Restposten

Wir haben weiter aufgeräumt und jetzt heißt es die aussortierten Einzelstücke und auch die letzten nicht veganen Kleidungsstücke loszuwerden. Außerdem werden einige Restposten und Stücke der letzten Kollektionen sehr viel günstiger angeboten. Die Sachen findet ihr unter Angebote & Restposten. Aber Obacht! Wenn die Sachen weg sind, kommen sie nicht mehr wieder rein und ein Umtausch ist daher nicht mehr möglich – nur eine Erstattung!

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Wunschbestellung bei VeggieShoes und EthicalWear

Wie immer einmal im Monat gibt es auch diesmal wieder eine Schuhbestellung bei unseren LieferantInnen von Vegetarian Shoes sowie Ethical Wear. Wir bestellen euch gerne eure Wunschgrößen und auch eure Wunschmodelle, die wir nicht im Shop haben, mit. Einzige Voraussetzung ist, dass die gewünschten Schuhe bzw. Größen lieferbar sind – die beinahe freie Auswahl habt findet ihr auf www.vegetarian-shoes.co.uk.

Wenn ihr mitbestellen wollt, dann schickt bitte bis SPÄTESTENS 19.2.2010 eine Nachricht an uns.

Solltet ihr noch Fragen haben natürlich entsprechend früher.

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Jetzt noch aktiv werden

Dass der FAU-Berlin verboten wurde sich (Basis-)Gewerkschaft zu nennen, hatten wir schon berichtet. Jetzt sollen die BerlinerInnen wahlweise bis zu 250.000,- Euro zahlen oder ersatzweise bis zu 6 Monate in Haft, weil sie sich doch als Gewerkschaft bezeichnet haben sollen.

Dagegen gibt es am 20.2.2010 – zur Abschlussgala der Berlinale – eine Demonstration.

Informationen und den Hintergrund sowie weitere Möglichkeiten zum Protest findet ihr hier.

Theorie

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Biobaumwoll-Skandal? Welcher Skandal?

Von Bekleidungssyndikat am 26. Jan. 2010

Bei dem Skandal um Anteile von gentechnisch veränderter Baumwolle in Biobaumwolle sind mehrere Dinge auffällig. Am meisten natürlich wer diesen Skandal aufgedeckt hat: die Financial Times, sonst nicht gerade für ihr Maß an investigativem und vor allem kritischen Journalismus bekannt. Dann natürlich der Zeitpunkt, rechtzeitig zur Grünen Woche in Berlin. VerschwörungstheoretikerInnen hätten ihre helle Freude an diesen Zusammenhängen. Für Menschen mit etwas weniger Fantasie und mehr Realitätssinn ist dies zumindest ein Grund genauer nachzufragen, ob hier nicht Lobbyinteressen im Spiel sein könnten. Aber das nur am Rande.

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Zum Glück ist das Krisenmanagment in unserem Bereich recht schnell, da viele ein echtes Interesse an Aufklärung haben. Neben Kristens Broddes Artikel gibt es viele weitere Berichte – z.B. bei Greenpeace, aber auch hier (1, 2, 3)– und selbst die Kommentare in einigen Zeitungen sind alles andere als reißerisch, sondern überwiegend ausgewogen.

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Interessant ist aber doch eigentlich etwas ganz anderes: Wie konnte es zu der Verunreinigung kommen?

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Tatsächlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: die BäuerInnen haben genmanipulierte (GM) Samen angebaut (mit oder ohne ihr Wissen) oder, und das ist etwas, das bisher – verständlicherweise – in den allgemeinen Medien gar nicht und selbst in unseren nur wenig thematisiert wurde, es gab eine Kontamination durch GM-Baumwolle von Nachbarfeldern.

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Der erste Fall stellt einfach „nur“ einen weiteren, immer wieder vorkommenden, Versuch von Betrug dar. Wegen dieser recht menschlichen Eigenschaft werden ja gerade Kontrollen durchgeführt. Auch im konventionellen Anbau, wenn auch sporadischer, schließlich gibt es zumindest für den Import in die EU Schadstoffgrenzwerte.

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Möglich wäre hier eigentlich nur, dass BäuerInnen die GM-Baumwolle gepflanzt haben, die Resistenzen gegenüber einem Schädling aufweist. Der Anbau von GM-Baumwolle mit Resistenz gegen Herbizide macht beim Verbot des Einsatz von Herbiziden keinen Sinn. Das kann bewusst geschehen sein oder unbewusst, weil das Saatgut bereits beim Händler Verunreinigungen aufgewiesen hat.

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Das kann passieren und wird immer wieder passieren. Hiergegen helfen die Kontrollen.

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Wogegen allerdings keine Kontrollen helfen ist die Auskreuzung von GM-Baumwolle. Im Gegensatz zu der Meinung des deutschen Bauernverbandes und fortschrittsgläubiger PolitikerInnen halten sich Pollen und bestäubende Insekten nunmal nicht an Ackergrenzen. Es wurde bereits mehrfach nachgewiesen, dass es zu Auskreuzungen durch Pollenflug und Insekten auch über weite Entfernung kommen kann. Dadurch können entsprechend auch GM-Pollen übertragen werden. Es ist kein Studium der Genetik notwendig, um zu wissen, dass bei der Bestäubung von Biobaumwolle mit GM-Baumwolle die Chance sehr groß ist, dass auch GM-Erbgut weiter gegeben wird und somit die Tochtergeneration „plötzlich“ GM-Erbgut aufweist. Nach dem „mendelschen Gesetz“ eine Chance von 50%. Das heißt im Klartext, die Baumwolle vom Biofeld ist bei der Ernte GM-verseucht.

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Laut dem genethischen Netzwerk liegt der Anteil der GM-Baumwolle in Indien bei über 60%. Abstandsregelungen, die einen geringen Schutz gegen Kontamination versprechen sollen, existieren nicht. Möglicherweise hat diese Aufdeckung also noch viel größere Konsequenzen. Möglicherweise ist es in manchen Gegenden Indiens bald nicht mehr wahrscheinlich selbst auf Biobaumwollfeldern gentechnikfreie Baumwolle zu ernten.

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DAS ist der Skandal.

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Dass ist aber für die Herren des deutschen Bauernverbandes und ihre politischen FreundInnen aber auch ein Problem. Sollte wiedereinmal festgestellt werden, dass GM-Pflanzen in ihrer Ausbreitung einfach nicht kontrollierbar sind, müsste das zumindest in der BRD und möglicherweise in der EU das AUS bedeuten. Angesichts der Gewinne, die sich BAYER-Cropscience, Monsanto und wie sie alle heißen versprechen, ist dies natürlich ein Problem und nicht gerade wahrscheinlich.

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Daher sollten wir diese Chance nutzen und die Zusammenhänge von Verunreinigung durch GM-Pollenflug nicht nur bei der Baumwolle thematisieren. Vielleicht mit dem griffigen Motto: „Gendreck weg!“

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Berlin, Schlüssel und nichtveganer Brotaufstrich

Von Bekleidungssyndikat am 23. Jan. 2010

Unser Kurztrip nach Berlin ist vorbei und der Alltag hat uns schneller wieder, als gedacht. In Abwesenheit entgangene Pakete wollen abgeholt werden, die „Beute“ der Messe sortiert und ganz nebenbei reißt der Ärger um ein angeblich progressives Kino in Berlin ebenfalls nicht ab. Aber der Reihe nach.

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Am Donnerstag machten wir uns pünktlich auf, um bei Türöffnung ab 12:00 Uhr, die alte Heeresbäckerei in Berlin Kreuzberg – dem diesjährigen Austragungsort von „the Key“ - zu erkunden. Im Gegensatz zum vorjährigen Ort, zeigte sich bereits am Eingang recht deutlich, es ist größer geworden. Wie wir später erfahren haben, hatte sich die Zahl der AusstellerInnen auf gut 50 verdoppelt.

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Zum Leidwesen der AusstellerInnen schien sich aber die Zahl der BesucherInnen – noch – nicht an den neuen Ort angepasst zu haben. Viele der Leute, mit denen wir geredet haben, waren enttäuscht über die Besucherzahlen. Es ist Spekulation, aber vielleicht mag das an zwei Faktoren liegen. Der Markt für explizit faire und ökologische Mode, die sich auch noch an ein eher jüngeres Publikum richtet, ist noch nicht besonders groß – im Gegensatz zum „nur bio“-Bereich, wie er sich zum Beispiel auf der Innatex präsentiert. Aber auch der Zeitraum von Mittwoch bis Samstag mag für mache HändlerInnen – schließlich ist „the Key“ von Mitwoch bis Freitag nur Fachpublikum geöffnet – schlecht gewählt sein. Fällt die Entscheidung doch nicht leicht, ob es möglich ist „mal eben“ für zwei Tage unter der Woche nach Berlin zu jetten und dabei möglicherweise auch noch das Geschäft zu machen zu müssen. Ganz davon abgesehen, dass nur eine Woche später in die Innatex stattfindet. Ob sich die BesucherInnenanzahl noch erhöht hat, vor allem, wie sich der auch für „EndverbraucherInnen“ offene Samstag sich entwickelt hat, werden wir sicher von den noch Anwesenden Leuten aus diesem Blog erfahren.

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Wir hatten uns ein gar nicht mal besonders ambitioniertes Programm zurechtgelegt. Es gab einige AustellerInnen mit denen wir geschäftlich reden wollten, andere wollten wir einfach mal kennen lernen und ein paar wollten wir auch einfach „nur“ wiedertreffen.

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Zumindest der geschäftliche Teil hat hervorragend geklappt. Ab dem Frühjahr werden wir auch endlich einige Ethletic-Schuhe im Programm haben, viele neue Modelle von den PantstoPoverty, sowie Neues von [treches]. Außerdem haben wir uns die neuen Sachen von toodot angeguckt – wir brauchen schließlich bald mal neue, vegane Hemden – und auch bei THTC und riotcreations waren Motive dabei, die wir aufnehmen werden, sobald wir wieder „freie Mittel“ haben.

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Der restliche Teil unseres Programm verlief dann jedoch anders, als geplant. Da sich nach über drei Stunden langsam der Hunger meldete, machten wir uns auf das älteste vegetarische Fastfood in Deutschland zu besuchen, das nur eine Bahnstation entfernt war. Was sollen wir sagen – solides Essen in Bioqualität das „normales“ Fastfood locker schlägt, vor allem wegen der großen veganen Auswahl. Zuviel sollte davon trotzdem nicht gegessen werden, denn die Pommes werden auch hier in Fett gebacken und trotz Vollkornmehl sind Burgerbrötchen alles andere als Vollwert. Aber für zwischendurch, genau das, was wir brauchten.

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Leider meldete sich der Wetterumschwung – in Hannover hatte es noch Tauwetter, Berlin war gut 10 bis 15 Grad kälter – und die krassen Temperaturwechsel durch die beheizten Räume in Form von Kopfschmerzen, so dass wir unser Messeprogramm abbrachen. Dadurch entging uns natürlich das wichtigste dieser Messe, das Netzwerken. Ganz davon abgesehen, dass wir auch etliche Leute, mit denen wir bei einem Heiß- oder Kaltgetränk noch schnacken wollten, nur kurz gesehen hatten. Zum Glück ließen sich die Kopfschmerzen mit Ruhe (und einer Portion Paracetamol) dann doch in den Griff kriegen.

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Das Kontrastprogramm am nächsten Tag – der Besuch der „Bread an Butter“ - war dann mehr oder weniger ein Kulturschock. Nicht nur, dass der Ort riesig war, so cool und gestylt, wie das Publikum werden wir wohl nie sein. Auch die Werbematerialien, die uns am Eingang überreicht wurden spotteten jeder Beschreibung. So gab es für alle Interessierten die „Brandbible“ ein fest gebundenes Buch in dem die AusstellerInnen mit je einer Seite vertreten waren, geschätzt 300 Seiten Papier. Nach dem Besuch des Lonsdale-Stands – ein Muss für Leute mit Punkhintergrund – der Besichtigung des Kuyich-Stand, an dem Hosen präsentiert wurden, die aussahen, als ob damit eine Wohnung renoviert wurde und einem schnellen Rundgang durch die Hallen machten wir uns nach zwei (!) Stunden wieder auf, diese doch komplett andere Welt zu verlassen.

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Als Fazit bleibt bei uns daher zur „theKey“ kommen wir gerne wieder, die Bread and Butter werden wir uns schenken – und im Sommer gibt’s ja auch weniger Temperaturwechsel, die für Migräne sorgen, da klappt’s dann auch mit dem Leute treffen.

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Aufgeweckt im neuen Jahr

Von Bekleidungssyndikat am 11. Jan. 2010

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Den Anfang macht der Heißgetränkebecher im zeitlosen Design mit beigefügter Botschaft.

Damit könnt ihr zeigen, wo ihr die coolen Klamotten ohne Ausbeutung von Mensch und Umwelt herbekommen habt. Ihr könnt mit der Tasse auch ein subversives Statement setzen, bei der Kaffeepause auf der Arbeit, der Teatime in der Uni oder dem Kakao bei den Großeltern. Guerilla mal als Marketing: “den Kampf in das Herz der Bestie tragen” oder besser um das Herz der “Bestie” führen.

Als besonderes Bonbon gibt es für die ersten 20 BestellerInnen die Aktion “Aufgeweckt im neuen Jahr” - diese erhalten nämlich passend zur Tasse auch ein Paket Störtebeker-Kaffee von unseren FreundInnen des Cafe Libertad Kollektivs. Aber Obacht! So lange der Vorrat reicht, legen wir außerdem allen Bestellungen mit mehr als 200,- Euro Bestellwert eine Tasse bei.

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Der alte Stress ist rum…

Von Bekleidungssyndikat am 04. Jan. 2010

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„Alles“ muss raus

Gegen Ende des Monats geht’s nach Berlin, auf die „the Key“ - eine Messe für sozial und ökologisch nachhaltige Kleidung – von dort werden wir sicher nicht nur Eindrücke, sondern auch das eine oder andere neue Kleidungsstück mitbringen. Daher räumen wir jetzt schon Teile unseres Lagers. Neben einigen Linien, die wir aufgeben, fliegen jetzt auch die letzten nicht veganen Kleidungsstücke und auch alle Shirts, die nicht mindestens „bio in conversion“ sind raus. Außerdem werden einige Restposten und Stücke der letzten Kollektionen sehr viel günstiger angeboten.

Kurz: unter Angebote & Restposten findet ihr faire Klamotten aus unserem Bestand, die zwischen 35-40% reduziert wurden. Aber Obacht! Wenn die Sachen weg sind, kommen sie nicht mehr wieder rein und ein Umtausch ist daher nicht mehr möglich – nur eine Erstattung!

…und wieder auf Lager

haben wir ab demnächst – die Bestellung ist noch letztes Jahr rausgegangen – Kapuzis von Epona. Außerdem werden wir jetzt wieder unsere Shirts durchzählen, um dann ab Mitte / Ende Januar wieder unser bedruckten FairTradeZone-Shirt in (fast) allen Größen wieder anbieten zu können.

Wunschbestellung bei VeggieShoes und EthicalWear

Wie immer einmal im Monat gibt es auch diesmal wieder eine Schuhbestellung bei unseren LieferantInnen von Vegetarian Shoes sowie Ethical Wear. Wir bestellen euch gerne eure Wunschgrößen und auch eure Wunschmodelle, die wir nicht im Shop haben mit. Einzige Voraussetzung ist, dass die gewünschten Schuhe bzw. Größen lieferbar sind.

Wenn ihr mitbestellen wollt, dann schickt bitte bis SPÄTESTENS 15.1.2010 eine Nachricht an uns.

Solltet ihr noch Fragen haben natürlich entsprechend früher.

Jetzt noch aktiv werden

Nicht nur im globalen Süden gibt es Probleme mit schlechten Arbeitsbedingungen und der Behinderung von gewerkschaftlicher Organisierung, auch in Deutschland. Das jüngste Beispiel ist eine Einstweilige Verfügung, nach der es der FAU-Berlin verboten wird sich (Basis)-Gewerkschaft zu nennen.

Informationen und den Hintergrund sowie eine Möglichkeit zum Protest findet ihr hier.

Termine

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Verboten Kämpferisch! Demo gegen Gewerkschaftsverbot

Von Bekleidungssyndikat am 16. Dez. 2009

Seit dem 11.12. darf die FAU Berlin sich per einstweiliger Verfügung nicht mehr Gewerkschaft nennen. Das bedeutet de facto ein Verbot dieser kleinen kämpferischen ArbeiterInnenorganisation.

Ausgelöst wurde diese juristische Maßnahme von der Geschäftsführung des Kinos Babylon Mitte, die damit offensichtlich die konsequente Selbstorganisation der Beschäftigten in ihrem Betrieb lahmlegen möchte. Im Babylon ist ein großer Teil der Belegschaft in der FAU organisiert und wird von ihr seit Monaten erfolgreich bei Arbeitskämpfen unterstützt.

Dass das Landgericht so einen starken Angriff auf die Gewerkschaftsfreiheit ohne Gegenanhörung durchwinkt, ist ein Skandal. Es schafft nicht nur einen Präzedenzfall, der jede Form von freier gewerkschaftlicher Organisation unterbinden könnte, sondern ist auch ein Angriff auf das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit.
Dagegen müssen wir alle auf die Straße gehen!

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Kommt zahlreich zur Demo!
19.12. - 16 Uhr - Straßburger Straße Ecke Metzer Straße

Hört euch die ganze Geschichte an!
Infoveranstaltung zum Arbeitskampf im Babylon und zum faktischen Gewerkschaftsverbot
18.12. - 19h - im FAU-Lokal - Straßburger Str. 38

Weitere immer wieder aktualisierte Infos gibts hier: www.fau.org/verbot

Den Hintergrund zum Arbeitskampf im Babylon gibts hier: prekba.blogsport.de

Fundstücke

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taz: Biofair Klamotten kaufen

Von Bekleidungssyndikat am 13. Dez. 2009

Der Artikel selbst ist ganz in Ordnung und verweist auf eine Studie des “Südwind Instituts”, die am Montag vorgestellt wird. In dieser wird eine Auswertung aus einer Befragung unter ProduzentInnen zum Thema “biofaire Kleidung” vorgestellt.

Außerdem aber - und das ist noch viel besser - gibt’s folgernden Abschnitt im Text:

“Einzig deutlich negativer Punkt bei der Firma (hess Natur) , die immerhin etwa 55 Millionen Euro im Jahr umsetzt: Die Rohstoffe sind nicht fair gehandelt. Genau das ist Einzelhändlern wie Sense Organics in Frankfurt am Main oder den Neugründungen Greenality Clothing in Filderstadt und Laissezfair in Köln besonders wichtig.”

und nicht so ganz richtig aber sei’s drum:

“Eine gute Gesamtnote erhielten auch die in Nicaragua gefertigten Schuhe, Jeans und Strümpfe der Marke Fair Trade Zone, die in Deutschland über www.zuendstoff-clothing.de zu beziehen sind.”

Den ganzen Artikel von Anette Jensen mit dem Titel “Sag mir, wo mein T-Shirt herkommt” findet ihr hier.

Im Juni 2009 ist aus dem CleanClothes-Projekt der FAU-Hannover das “Bekleidungssyndikat” entstanden. Wir wollen damit ökonomische Alternativen stärken und unseren Beitrag zu einem gerechteren Handel sowie einer Welt ohne Ausbeutung leisten.