Seit letzer Woche haben wir unsere erste Schülerpraktikantin der Waldorfschule Vaihingen/Enz, die in dieser Zeit glücksstoff etwas näher kennenlernen wird. Diese Erfahrungsberichte werden wir im Blog und auf Facebook veröffentlichen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen. Kommentare und Frage erwünscht.
Mein Name ist Teresa Schütz. Ich machen seit dieser Woche bei Glücksstoff mein zweiwöchiges Betriebspraktikum und werde hier erzählen was ich so mache und neues erfahren hab.
Wir hatten heute mehrere Stationen vor uns. Einmal mussten wir zwei Stoffe in die Druckerei fahren, dann mussten noch die frisch gefärbten Stoffe zum Ausrüster, da ihre Einlaufwerte zu hoch waren und zuletzt wollten wir noch alte Stoffe und Schnitte bei der Näherei abholen. Einlaufwerte sind die Prozente um die das Kleiungsstück beim Waschen kleiner wird. Wenn diese zu hoch sind, dass heißt dass Kleidungsstück zusehr einläuft, werden sie beim Ausrüster befeuchtet und man senkt dadurch die Prozente des Einlaufens.
Wir machten uns morgens auf den Weg, Hinten im Auto die Stoffrollen, vorne Daniela, Honey Bunny und ich. Nach ca. 2h Fahrt waren wir an unserer ersten Station angelangt, die Stoffdruckerei. Dort luden wir die zwei Stoffrollen aus die bedruckt werden sollen. Dafür wurde speziell eine Metallwalzen angefertigt auf der das zu druckende Motiv eingraviert ist. Bei der anschließenden Führung durch die Druckerei konnten das wir das angenehme Arbeitsklima spüren und die verschiedenen Druckarten sehen. Wir sahen wie der Siebdruck der Flockdruck und der, für unseren Stoff verwendete Walzendruck (Rotationsdruck) funktioniert. Hierbei wird die Gravierte Walze mit Farbebeschmiert und Läuft dann über den Stoff.

Auf dem Foto wird gerade ein brauner Stoff mit weißen und schwarzen Streifen bedruckt. Zwischen der weißen Farbrollen und dem Stoff ist die gravierte Metallrolle klein zu erkennen.
Unsere nächste Station war der Ausrüster. Der die Einlaufwerte der frisch gefärbten Stoffe auf ca. 1-2% sinken lassen soll. Der Stoff wird mit Wasserdampf befeuchtet und etwas geschüttelt, dadurch entspannt er sich und zieht sich in sein ursprüngliche Form zurück.

Als Letztes fuhren wir noch zu der Näherei nach Pfullingen/Reutlingen. Dort holten wir alte Stoffe und Schnitte ab. Hier waren alle sehr freundlich und vertraut. Ich fand es sehr interessant einmal zu sehen wie es in einer Näherei aussehen kann und war positiv überrascht. Es hatte, außer der Tatsache das dort ebenfalls genäht wird, nichts mit den Bildern von unterbezahlten Nähereien in z.B. China gemeinsam.
Alles in allem war der Tag sehr schön und interessant , ich habe viel neues gelernt und erfahren. Nicht nur bei den verschiedenen Stationen sondern auch in den Gesprächen mit Daniela ….und der Gedanke nach der Schule etwas in dieser Richtung zu machen wird mir immer sympathischer ;)
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