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Video: 62 T-Shirts

Von am 19. Nov. 2009


Die Menschen hinter meinem persönlichen Lieblingsbrand howies sind eifrige Blogger_innen und immer für einen Spass zu haben. So auch bei diesem wie-viele-T-Shirts-kann-ein-Mensch-übereinander-anziehen-Video.


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Mehr lustige, skate-, bmx-, bike- oder outdoorszenige und nicht zuletzt auch immer wieder mit kreativen Lösungsansätzen für die ökologischen Krisen befasste Artikel und Videos im howies-Blog.

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Wer Visionen hat…

Von am 17. Nov. 2009


Helmut Schmidt wollte Menschen mit Visionen zum Arzt schicken. Heute brauchen wir Visionen vielleicht so dringend wie nie zuvor. 2 Clips entwerfen inspirierende Bilder einer nachhaltigeren Infratruktur und Wirtschaftsweise.

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Auch wenn mir der Fokus der Clips etwas zu sehr auf rein technologischen Ansätzen liegt, helfen sie, über das Bestehende hinaus zu denken. Für die kommunale Umsetzung solcher Ideen, sowie ihre Ergänzung um eine Regionalisierung der Produktion wo möglich und soziale Lösungsansätze des Teilens, Tauschens und gemeinsam Nutzens, empfehle ich weiterhin die Beteiligung an oder den Aufbau einer Transition Towns/Energiewende Initiative. Bestehende Gruppen findet ihr hier.

und nun Film ab…


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Mein erster GRÜNEMODE-Orden: danke Kirsten!

Von am 20. Okt. 2009


Letzte Woche hat Kirsten Brodde auf ihrem tollen Blog gruenemode.de einen Orden für alle angeboten, die ihr helfen eine Liste öko-fairer Kindermode-Marken zu erstellen. Die Resonanz war super und ich bin nun einer von vielen stolzen OrdensträgerInnen.

Was Kirsten da auf ihrem Blog gruenemode.de veranstaltet hat, nennt sich ja im Web2.0-Sprech auch Cowdsourcing. Und es hat super funktioniert. Innerhalb weniger Tage ist eine Liste von über 40 öko-fairen Kindermode-Marken entstanden.

Ich wünsche mir mehr solcher Ordens-Ausschreibungen. Vielleicht beim nächsten Mal zum Thema Hüte und Käppis. Da bin ich eigentlich ständig auf der Suche…

Hier ein Bild vom superschicken ersten GRÜNEMODE-Orden, damit ihr wisst, dass sich der Einsatz lohnt.

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howies: tolle Hemden, warme Pullis und vegane Jeans und Hosen!

Von am 18. Okt. 2009


Superexklusiv gibts bei uns ab sofort die neue Winterkollektion eines unserer absoluten Lieblingsbrands, howies aus Großbritannien.

Alle Teile sind – wie immer bei howies – mit feinen kleinen Details versehen und zugleich so zeitlos stylish, dass man lange Freude an ihnen hat. Dafür sorgt auch die stets hohe sehr hohe Qualität Langlebigkeit bei howies.

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Der Hoody unten links ist komplett aus recyceltem Polyester, außen ein wasserabweisendes Softshellmaterial, innen ein kuscheliger Teddyfleece und das Ganze dann auch noch wendbar! Der Mädelshoody ist aus wärmender Bio-Wolle und an den Ärmeln mit Daumenschlaufen versehen.

Tolle Nachricht für Veganer_innen und alle, die zumindest dort Leder meiden, wo es keine Funktion erfüllt: Ab sofort sind alle Hosen und Jeans bei howies ohne Lederschilder! Geht doch. Bei uns gibts zunächst sowohl für Frauen als auch für Männer je eine Jeans (Suzie’09 und Drover) und eine solide Stoffhose (Larkster und Westerlies).


Theorie

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Auf nach Kopenhagen: Für ein ganz anderes Klima-Abkommen

Von am 15. Okt. 2009


Im Dezember findet die vielleicht wichtigste Konferenz des 21. Jahrhunderts statt, die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Ein Mobilisierungsaufruf zum Blogactionday.

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Den Blog Action Day hatte ich ja vor 2 Wochen bereits vorgestellt. Worum es geht erfahrt ihr hier.

Warum wir alle nach Kopenhagen fahren sollten

Das Kyoto-Protokoll war ein erster “bindender” internationaler Klima-Vertrag, mit vielen Lücken (keine ernsthaften Sanktionen, unambitionierten Emissionesminderungszielen (die trotzdem von vielen verfehlt wurden…), zu wenigen Teilnehmerländern (z.b. USA nicht dabei) und einem zentralen Instrument namens Emissionshandel, das für Konzerne und Anleger ein tolles neues Geschäftsfeld eröffnete, aber in seiner Konzeption für Klimaschutz nicht taugt.
In Kopenhagen soll nun ein Nachfolgeabkommen vereinbart werden. Die Konferenz gilt bei Wissenschaftlern und Aktivist_innen als die entscheidende Weichenstellung in der Frage, ob es noch eine Chance auf eine Eingrenzung des Klimawandels gibt, oder wir noch in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts in ein unkontrollierbares Klimachaos schlittern. Wie das aussehen könnte, hat Harald Welzer in seinem Buch Klimakriege eindrucksvoll beschrieben.

Bislang basieren die Verhandlungen um Emissionsgrenzen auf überholten Prognosen des letzten IPCC-Berichts. Die diskutierten Gesamtemissionsgrenzen gelten inzwischen als ungenügend, um die Erwärmung unterhalb von 2°C zu halten und auch das 2°C-Ziel selbst wird in Frage gestellt. Aktuellen Studien zufolge könnte bereits eine Erwärmung über 1,7°C zu Rückkopplungseffekten führen, die eine Erwärmung jenseits von 4°C mit katastrophalen Folgen auslösen würden.

Ich persönlich bin überzeugt, dass wir ein internationales Abkommen brauchen, das verbindliche, dem aktuellen Stand der Wissenschaft genügende Emissionsobergrenzen für jedes Land und auch die Weltgemeinschaft insgesamt festlegt. Dabei sollten die historischen Emissionen berücksichtigt werden. Die Hauptzuteilung sollte jedoch nach Einwohnerzahl erfolgen. Jedem Menschen wird so ein gleiches Recht auf Nutzung unserer gemeinsamen Erdatmosphäre zugestanden.  Wie das aussehen könnte, zeigt dieser Clip aus dem aktuellen Kinofilm “The Age of Stupid”:


Die globale Hochverbraucherklasse wird ihre Emissionen durch Fliegen, Autofahren, riesige Wohnungen beheizen und exessives Konsumieren drastisch reduzieren müssen. Die ärmsten und weniger reichen Menschen dieser Welt, die bislang nicht oder kaum zum Klimawandel beigetragen haben, bekommen das Recht auf Emissionssteigerungen. Langfristig sollten sich die Emissionsniveaus dann angleichen.

Natürlich ist auch diese Lösung nicht wirklich gerecht. Bei tatsächlicher historischer Gleichverteilung hätten wir unser Emissions-Budgets für die nächsten Jahrzehnte bereits verbraucht und dürften einfach ab sofort überhaupt keine klimaschädlichen Handlungen mehr ausführen. Auch Klimaaktivisten aus dem globalen Süden halten dies jedoch schlicht für unmöglich.

Was es in Kopenhagen zu tun gibt

Während der gesamten Konferenz finden in Kopenhagen Demonstrationen, Aktionen zivilen Ungehorsams und auch ein Gegengipfel statt. Zu diesen Aktivitäten mobilisieren eine Vielzahl von Umwelt-NGOs (Greenpeace, BUND, …) zusammengeschlossen in der Klimaalianz, aber auch attac und das unabhängige Klima!Bewegungsnetzwerk. Letzteres würde aus Kopenhagen gerne ein neues Seattle machen, den Geburtsort für eine starke, spektrenübergreifende Bewegung.

Die Schwerpunkte, Positionen und Aktionsformen der einzelnen Organisationen und Netzwerke sind unterschiedlich. Die meisten eint jedoch eine Kritik am bisherigen Emissionshandel und die Forderung nach dem Stand der Wissenschaft und dem Prinzip der Vorsorge entsprechenden Emissionsgrenzen.

Wer nun überzeugt ist, da auch unbedingt hin zu müssen, findet hier Infos zu Schlafplätzen und hier die ersten Busse (organisiert vom BUND).

Wir sehen uns und zieht euch warm an ;)

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Vielleicht die wichtigste Doku aller Zeiten

Von am 07. Okt. 2009


Der Film “The Planet” gibt wie kein anderer einen Überblick über die diversen ökologisch Krisen der Welt und erörtert auch, warum wir uns so schwer tun, endlich wirklich umzusteuern.

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Nachhaltigkeit und Ressourcengerechtigkeit werden immer noch viel zu oft als Themen begriffen, die zwar recht dringlich sind, aber deren Nichtbearbeitung nur künftige Generationen betreffen wird. Und selbst von denen, die sich in diesem Bereich engagieren, wird häufig darauf beharrt, dass die Mitweltkrise technisch lösbar sei. Die Konzerne sind eben nur nicht bereit, die entsprechenden Konzepte aus der Schublade zu ziehen.

Die Doku “The Planet” ist schon etwas älter (2006), aber die beste zum Thema Nachhaltigkeit, die ich je gesehen habe. Nicht nur inhaltlich, sondern auch wegen des sehr modernen Schnitts, der Bilder und auch der Musik.

Ich selbst bevorzuge die englische Version, die auch sehr gut verständlich ist. Die habe ich hier auch komplett eingestellt.

Hier trotzdem ein Link zu einer youtube-Playlist für die deutschsprachige Fernseh-Version, in die leider nachträglich und ohne Zustimmung des Regisseurs nicht immer passende Statements deutscher Wissenschaftler reingeschnitten wurden.


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Blog-Action Day 2009 zum Thema Klimawandel

Von am 29. Sep. 2009


An alle Blogger_innen da draußen: Bitte mitmachen und weitersagen!
Mobilisierungsvideo und Erläuterungen nach dem click…

Bei KarmaKonsum hat Christoph vor ein paar Tagen über den diesjährigen Blog Action Day am 15. Oktober 2009 berichtet. Thema wird diesmal der Klimawandel sein. Ziel ist es, dass an diesem Tag so viele Blogartikel wie nur möglich zum Klimawandel geschrieben werden und eine große Öffentlichkeit für und Diskussion um das Thema entsteht. So soll auch ein starkes Signal in Richtung der vielleicht wichtigsten Klimakonferenz aller Zeiten, im Dezember in Kopenhagen gesendet werden.

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Ich fände es super, wenn wir hier auf korrekte-klamotten am Blog-Action-Day für einen Tag lang komplett nur Artikel zum Klimawandel auf der Startseite hätten. Macht ihr mit?

Hier noch das Video zur Blog Avtion Day Mobilisierung:


Für Druck “von der Straße” sorgt in Kopenhagen unter anderem das Klima!Bewegungsnetzwerk, das für das kommende Wochenende (2. bis 4. Oktober) zu einer Aktionskonferenz in Berlin zur weiteren Vorbereitung der Aktivitäten einlädt.

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Großbritannien 2: Öko-Campingplatz, fair trade Kaffee überall und free from everything

Von am 23. Sep. 2009


Um im Urlaub auch richtig entspannen zu können, haben wir einige Tage an der Küste südwestlich von London gecampt und gewandert. Auch fernab der Metropole haben wir einige öko-faire Entdeckungen gemacht und einen echten Geheimtipp aufgetan.

Unser Zelt haben wir auf einem kleinen, wohnwagenfreien Campingplatz an der Küste von Dorset aufgeschlagen. Die nächstgelegende Stadt war der Touri-Ort Weymouth. Die Anreise dauert von London knapp 3 Stunden mit der Bahn und dann von Weymouth nochmal 20 Minuten mit dem Bus.

Weymouth selbst ist total touristisch und überlaufen. Einen Bio-Laden gibt es in dieser größten Stadt der näheren Umgebung nicht. Trotzdem bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als seine Lebensmittel in Weymouth einzukaufen, wenn man länger in der Umgebung campt.

Etwas deplaziert wirkte auf mich ein kleines, sehr hübsch eingerichtetes Café, auf das ich nur wegen diverser bunter fair trade Kaffee-Poster aufmerksam wurde. Bei Stanleys Coffee Shop ist nicht nur der Kaffee bio und fair, sondern auch die Milch bio-regional oder auf Wunsch bio-vegan (Soja). Vegan und zum großem Teil auch glutenfrei sind zudem die sehr leckeren Kuchen und Brownies.

Veganes und glutenfreies Essen ist in Großbritannien übrigens in jedem Supermarkt und auch in vielen Bäckereien zu bekommen. Neben den Inhaltsstoffen gibt es auf fast jeder Verpackung eine Liste mit Dingen, die nicht drin sind. Drüber steht dann immer “free from”. Super für Menschen mit Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten, zu denen ich leider auch zähle.

Schon vor meinem Urlaub hatte ich gelesen, dass fair trade in Großbritannien viel verbreiteter sei als bei uns. Dies kann ich nun bestätigen. Fairer Kaffee ist in Cafés und an Imbisständen in London nahezu Standard und auch anderswo sehr häufig zu finden. Die Bananen im Supermarkt sind ebenfalls in der Regel fair trade zertifiziert. Bei Marks&Spencer (große Warenhauskette) gab es zudem 2 fair trade Shirts für 8 Pfund (9,60 euro) im Angebot. Das war mir dann doch echt zu billig. Leider war das entsprechende Werbe-Plakat weg, als ich 2 Tage später mit Kamera wieder dort war…

Ein Grund für die größere Verbreitung von fair trade Produkten ist laut einigen Studien die sehr rührige unabhängige Verbraucherorganisation Ethical Consumer Research Association. Die ist dort fast so bekannt wie bei uns Stiftung Warentest, gibt auch eine Zeitschrift heraus und bietet online eine riesige Datenbank von über 30.000 Unternehmen aller Branchen an. Die umfassenden Unternehmensprofile sind leider nur über einen kostenpflichtigen Zugang anzurufen, aber eine Gesamtnote (ethiscore) und sogenannte Buyer’s Guides für viele Produktbereiche gibt es umsonst.

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Zum Abschluss noch der versprochene Geheimtipp: Auf einer Wanderung haben wir ein kleines Ökotopia gefunden. Ein Biohof verwandelt seine Weideflächen jedes Jahr im August für 4 Wochen in einen Öko-Campingplatz mit noch tollerem Meeresblick als unserem und superökorrekten Einrichtungen: schicke Solarduschanlagen (eine Outdoorvariante seht ihr im Hintergrund auf dem ersten Foto) und Kompostklos (zweites Foto),  Mülltrennung (in GB eine Seltenheit!), einen campingplatzeigenen Bioladen, einen Bio-Steinofenpizzastand und eine Bio-Pommesbude mit den besten Pommes, die ich je gegessen habe. Auf die große Zeltwiese direkt oberhalb des Strandes dürfen Autos nur zum Ein- und Ausladen drauf. Dafür sind Lagerfeuer geradezu erwünscht und wer will kann sich mit Strohballen Burgen und Sitzgelegenheiten bauen.

Wer den Campingplatz im August besuchen will, muss bereits Anfang des Jahres buchen. Ihr findet ihn hier.

Den ersten Teil meines Reiseberichts mit tollen Adressen in London und Fotos aus dem howies-Shop gibts hier.

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Großbritannien 1: howies-Store und bio-veganes Essen in London

Von am 12. Sep. 2009


Zum ersten Mal in meinem Leben war ich dieses Jahr im Vereinten Königreich. Natürlich mit der Bahn (durch den Tunnel) und stets mit einem offenen Auge für öko-faire Unternehmen. Hier nun zunächst ein par Tipps für den nächsten London-Trip.

Wir sind ja derzeit nach unserem Wissen der einzige deutsche Händler eines meiner persönlichen öko-fairen Lieblingsbrands, howies aus Großbritannien. Schon einige Jahre habe ich howies im Netz erfolgt, bevor wir unseren Laden eröffnet und sie gleich ins Anfangssortiment genommen haben. Bei unseren Kund_innen sind die zeitlosen und stets mit Liebe zum Detail erdachten Streetwear-Teile der Briten auch sehr beliebt. Da versteht es sich von selbst, dass ich in London gleich am Anfang den Brand-Store von howies besuchen musste.

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Der Laden liegt auf der Carnaby Street, der wichtigsten Fashion-Straße des Stadtteils Soho (sowas wie der Prenzlauer Berg von London), ist wirklich superschön und bietet eine Menge Anregungen für Ladenbetreiber. Die Regale sind Sonderanfertigungen aus geöltem dunklen Holz, die Umkleide ist barrierefrei und es gibt ein Bücherregal, wo jeder kostenlos eine große Auswahl spannender Bücher zu Ökodesign, nachhaltigem Wirtschaften und diversen Lösungsansätzen für die Mitweltkrisen unserer Zeit ausleihen kann.

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An diesem schicken alten Wasserhahn können Ladenbesucher ihre Wasserflaschen auffüllen und warum Leitungswasser ökologisch viel besser als gekauftes Flaschenwasser ist, erklärt howies wie immer mit einem kreativen Text und ohne Moralkeule. Die Herbstkollektion ist übrigens auch superschön und wird in ca. 2 Wochen bei uns im Laden eintreffen. Online gibts howies nur exklusiv über deren eigenen Onlineshop.

Ich bin ja ein großer Fan von leckerem bio und möglichst auch veganem Essen. Immerhin 3 tolle Imbisse/Restaurants habe ich in meinen 5 Tagen London besuchen können.

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Ganz in der Nähe vom howies-Laden befindet sich das beatroot cafe (siehe oben). Dort gibt es ein große Auswahl komplett vegetarischer, weitgehend veganer und biologischer und vor allem verdammt leckerer Gemüsegerichte und Salate, die mensch nach belieben in Lunchboxen verschiedener Größe kombinieren kann. Die Boxen können entweder mitgenommen, aber auch im Cafe geleert werden. Da in offene Boxen mehr reinpasst (worauf sie selber hinweisen) und das kleine Cafe auch ganz stylish eingerichtet ist, empfiehlt es sich, auch dort zu speisen.

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Als zweites war ich in dem wohl freakigsten Bio-Lokal Londons, der inSpiral Lounge. Ich hatte ein vegane, glutenfreie Gemüse-Lasagne und zum Nachtisch veganes Eis auf Cashewkernbasis. Beides war großartig, unbedingte Empfehlung! Zu jedem Hauptgericht gibts noch 3 warme Beilagen nach Wahl, ebenfalls mit spannenden Gewürzen und Rezepten. Die Atmosphäre in der Lounge ist auch super. Ein bisschen spacig aber mit viel Holz, mit Blick auf einen Kanal und stets bei gechillter Musik. Abends gibts in der Lounge auch Partys und immer wieder Veranstaltungen zu ökologischen Themen.

Abgesehen von der inSpiral Lounge war Camden Town für mich ein kultureller Schock. So stelle ich mir eigentlich die überlaufenden Partymeilen Thailands vor. Tausende kleine Ess-, Kitsch- und Billigfashionbuden, Multibeschallung von allen Seiten und ein Gewimmel junger Leute im Konsumrausch. Einzig direkt gegenüber der Lounge gibt es eine paar interessantere Stände und die Möglichkeit entlang des Kanals nach Klein Venedig und zum sehr schönen Regent Park zu gelangen.

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Total entspannt war es dagegen auch im Vita Organic, wieder im Stadtteil Soho. Auch hier wieder das Selbstzusammenstellprinzip. Die Auswahl  ist noch etwas reichhaltiger als im beatroot (insbeondere bei den Salaten) und es ist gemütlicher. Das Essen war hier ebenfalls sehr gut. Noch eine unbedingte Empfehlung.

Bei allen 3 Restaurants/Imbissen habe ich mich für unter 7 Pfund (derzeit 8,40 euro) satt gegessen, was für Londoner Verhältnisse echt gut ist. In Bio-Restaurants mit Tischbedienung ist es teurer und – wie in Londoner Restaurants generell – meist sehr schick, auch was die Kleidung der Gäste angeht. Wer noch andere Bio/vegane-Restaurants ausprobieren will, findet hier eine pdf-Liste mit den neusten Adressen zum mitnehmen, hier eine Website mit Adressen nach Stadtteilen und hier ein ganzes Buch mit Bio- und vegetarischen Restaurants, Imbissen und Läden, das es auch in den Filialen von “Planet Organic“, der größten Bio-Supermarktkette Großbritanniens zu kaufen gibt.

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Patagonia – gruene wiese goes outdoor wear

Von am 11. Sep. 2009


Mit Patagonia haben wir seit kurzem als erster öko-fairer Fashionstore ein Outdoorbrand im Sortiment. Damit gibt es nun bei uns Snowboard-, Fleece und Hardshell-Jacken sowie Taschen und auch einen Rucksack aus recyceltem Polyester.

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Die Sachen von Patagonia sind funktional top und es gibt eine sogenannte “ironclad guarantee” (eiserne Garantie), die auch weit nach Ablauf herkömmlicher Garantiezeiten noch Reperaturen einschließt. Bei Materialfehlern und -schwächen unentgeldlich, bei echtem Verschleiß zu günstigen Kosten. Beides kommt sehr selten vor, denn Patagonia-Produkte haben wirklich Qualität.

Patagonias Unternehmensleitbild:

“Build the best product, cause no unnecessary harm, use business to inspire and implement solutions to the environmental crisis.”

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Mein Weg zur intensiven Beschäftigung mit öko-fairen Klamotten führte ja über eine Master-Thesis zum Thema nachhaltige Unternehmensführung bei Outdoorbekleidungsherstellern. Warum gerade Outdoor? Weil ich dachte, dass unter den Käufer_innen von Outdoorklamotten viele naturbegeisterte und weltoffene Menschen zu finden sind, die sich sowhl für ökologische als auch für faire Produktion interessieren. Diese Annahme wurde durch meine eigene Untersuchung und auch andere Studien, die ich gefunden habe, bestätigt.

Erstaunlich schlecht sah es hingegen bei den Anbietern in Sachen nachhaltige Unternehmensführung aus. Bis auf Patagonia hatte zu diesem Zeitpunkt eigentlich kein bekannterer Anbieter irgendetwas Ernsthaftes vorzuweisen. Patagonia hingegen entpuppte sich geradezu als Blaupause für nachhaltige Unternehmensführung. Als das Unternehmen Anfang der 1990er Ökobilanzen seiner 4 meistverwendedsten Fasern erstellen ließ, stellten sie fest, was damals noch weitgehend unbekannt war: konventionelle Baumwolle ist ökologisch schädlicher als alle für Textilien verwendeten Kunstfasern.

Nach Besuchen einiger Mitarbeiter_innen auf Baumwollfeldern wurde bald darauf das gesamte Baumwoll-Sortiment auf “bio” umgestellt. Zu einem Zeitpunkt, als dies mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war. Es gab nicht annähernd genug Bio-Baumwolle auf dem Markt. Also wurde ein Programm aufgelegt, mit dem Bauern bei der Umstellung geholfen wurde. Bis 1996 erfolgte der komplette Wechsel.

Danach machte Patagonia sich an die Kunstfasern. Als erstes Unternehmen entwickelte Patagonia Fleece und später auch regendichte und atmungsaktive Wetterjacken (Hardshells) aus recyceltem Polyester. Bis 2012 sollen sämtliche Kunstfaserprodukte zu 100 Prozent aus recyceltem Material produziert sein. Für alle sortenreinen Produkte (und das sind die meisten!) gibt es zudem ein Rücknahme-Recycling-System über die Händler.

Die Funktionsunterwäsche besteht so bereits heute zu Teilen aus aufgetragener Funktionswäsche früherer Kollektionen. Bislang ist der Anteil noch gering, denn die Sachen halten einfach sehr lange. So fordert Patagonia seine Kund_innen auch explizit auf, nur zu kaufen, was sie wirklich brauchen und diese Sachen dann auch wirklich aufzutragen.

Auch über eine ökologische Optimierung aller Produkte hinaus engagiert sich Patagonia stark für den Erhalt unserer Mitwelt. 10 Prozent des UGewinns oder 1 Prozent des Umsatzes (was immer höher ist) wird ein Graswurzelumweltgruppen gespendet, die von den Kund_innen vorgeschlagen werden. Alle Patagonia-Mitarbeiter_innen können zudem bei Fortzahlung ihres Lohnes für bis zu 3 Monaten bei einer Umwelt-NGO mitarbeiten. Dass auch die Patagonia-Unternehmensstandorte und -Shops komplett ökologisch durchgeplant sind, versteht sich da schon fast von selbst.

Bereits sehr früh hat sich Patagonia auch mit den sozialen Produktionsbedingungen beschäftigt. Als es noch überhaupt keine Multistakeholder-Initiativen gab, entwickelte Patagonia eigene Methoden, um die Bedingungen bei Zulieferern zu prüfen. So wurden bereits vor der Kontaktaufnahme zu möglichen neuen Fabriken Mitarbeiter “undercover” in die Fabrik geschickt.

Später war Patagonia-Gründer Yvon Chouinard einer der Gründer der Fair Labor Association (FLA), in der Patagonia seitdem Mitglied ist. Um die Lieferketten transparent zu machen, hat Patagonia die sogenannten “footprint chronicles” ins Leben gerufen. Eine Website, auf der die komplette Produktionskette einer stetig wachsenden Zahl von Patagonia virtuell zurückverfolgt werden kann und selbstkritisch in ihren Effekten bewertet wird.

Ehrlicher Weise sagt Patagonia aber auch, dass im Bereich des sozialen Supply Chain Management noch eine gutes Stück Weg vor ihnen liegt. Zwar erfüllt der Code of Conduct die ILO-Kernarbeitsnormen und seine Einhaltung wird unabhängig überprüft. Einen existenzsichernden Lohn garantiert er aber nicht, wie auch die Kampagne für saubere Kleidung in ihrer jüngsten Studie zu Outdoorunternehmen kritisiert. Ein solcher existenzsichernder Lohn wird derzeit nur von der Fair Wear Foundation in den Code of Conduct einer Multistakeholder-Initiative einbezogen, die deutlich jünger als die FLA und bislang sehr europafokussiert ist. (Brands die in Europa produzieren haben den natürlich genau wie die ILO-Normen schon qua geltendem Gesetz einzuhalten.) Patagonia wird jedoch auch von der unabhängigen ethischen Verbraucherorganisation “ethical consumer research” als der ökologische und soziale Vorreiter der Outdoorbranche angesehen.

Noch sehr viel mehr über Patagonia erfahrt ihr auf der Website und allen an Konzepten und Philosophien nachhalter Unternehmensführung Interessierten empfehle ich das Buch des Firmengründer “Let my people go surfing – the education of a reluctant businessman“. Mit unschönerem Titel gibts das auch auf deutsch…

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In unserem Onlineshop und unserem Laden in Münster findet ihr urbane Mode von Basics bis Avantgarde-Styles, Jeans und Sneakers (Schuhe). Aber auch verspieltere Sachen sind dabei. Zudem gibts Baby- und Kinderkleidung, die der für Erwachsene an Coolness in nichts nachsteht.