Was BATATA mit dem 20. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin zu tun hat
Von Batata am 09. Nov. 2009
Natürlich kann niemand sagen, wo sie heute wären oder was sie heute machen würden, hätte es den Fall der Berliner Mauer nicht gegeben. Aber BATATA würde es sicher nicht geben, und deshalb ist der 9. November auch ein sehr persönlicher Feiertag für uns – Irene und Doreen von BATATA.
Heute ist der Tag, auf den uns das Radio, alle Zeitungen und natürlich sämtliche Fernsehsender schon seit Monaten vorbereiten. Heute vor 20 Jahren war Günther Schabowski, Politbüromitglied der DDR, so freundlich, die offiziellen Grenzübergänge nach Westberlin für die Bürger der DDR zu öffnen. Dass sie auch offen bleiben würden, konnte sich damals keiner so wirklich vorstellen. Während Irene bei sich zu Hause in Westberlin in irgendwelche Bücher vertieft nichts davon mitbekam, freute sich Doreen daheim in Ostberlin am Fernsehgerät für alle Ossis, die ausreisen wollten und es nun endlich schnell und unbürokratisch tun konnten. Die Möglichkeit, selbst in den Westen zu fahren, kam ihr gar nicht in den Sinn. Am nächsten Tag hatte sie Fahrschule und fuhr mit dem roten Fahrschul-Wartburg des VEB Transformatorenwerke „Karl Liebknecht“ auf Geheiß des Fahrlehrers sämtliche innerstädtische Grenzübergänge ab. Staunend musste sie feststellen, dass offensichtlich niemand in Ostberlin auf Arbeit oder in der Schule war, denn wirklich jeder versuchte, nach Westberlin zu kommen. Die großartigen Verbrüderungsszenen von Ost- und Westberlinern erlebten Irene und Doreen dann aber doch am 10. November und in den darauf folgenden Wochen. Es folgte die Zeit der Neuorientierung in der ungeteilten Stadt. Irene verlegte 1990 ihren Wohnsitz ins ehemalige Ostberlin und konnte so die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen hautnah miterleben. Doreen zog vom eher provinziellen Berlin-Köpenick nach Berlin-Prenzlauer Berg, wo sie ihr Leben nochmal ganz von vorne anfing. Es kam der Tag, an dem die beiden sich kennen lernten. Sie wurden Freunde, gründeten Familien und beschlossen vor ziemlich genau 5 Jahren, ihr eigenes kleines Unternehmen zu gründen. Das taten sie auch, nannten es BATATA und arbeiten seitdem gut und erfolgreich zusammen. Natürlich kann niemand sagen, wo sie heute wären oder was sie heute machen würden, hätte es den Fall der Berliner Mauer nicht gegeben. Aber BATATA würde es sicher nicht geben, und deshalb ist der 9. November auch ein sehr persönlicher Feiertag für uns – Irene und Doreen von BATATA.









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