Bericht zu kik auf tagesschau.de
Von Bekleidungssyndikat am 04. Aug. 2010
Die Kampagne für saubere Kleidung hat in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit. Jetzt auch ein Bericht auf tagesschau.de – geht doch!!

Zum Bericht gehts hier lang:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kik112.html
Und toll ist natürlich, dass bei tagesschau.de auch kommentiert werden kann. Wobei die Kommentare häufig nicht soo dolle sind. Vielleicht gibt’s zu dem Thema ja den einen oder anderen klugen Kommentar…







8 Kommentare
Pit
Ein erschütternder Beitrag, der mein bisheriges Wissen und Gefühl, dass die KIK-Geschäftspolitik im Höchstmaß unmoralisch und verbrecherisch ist bestätigt hat. Ich habe nie bei KIK gekauft und fühle mich in meiner Haltung bestätigt und werde sicher dort niemals kaufen, um nicht mit meinem Geld eine solch unmenschliche Geschäftspolitik und moderne Form der Sklaverei zu unterstützen. Man müßte KIK-Filialen öffentlich bestreiken. Ich bin sehr froh, dass der Beitrag ausgestrahlt werden konnte und sich saubere Pressearbeit durchgesetzt hat. Es kann doch nicht sein, dass in der heutigen Zeit nur “Arschlöcher” Erfolg haben. Es müssen sich “Menschen” und nicht “Unmenschen” durchsetzen. Ich hoffe, dass ich durch mein überlegtes Kaufverhalten und meine Mund-zu-Mund-Propaganda die Wirkung des Beitrags unterstützen kann.
August 4th, 2010 um 22:05
Frank
Endlich wird die Textilindustrie von den populären Medien einmal kritisch unter die Lupe genommen. Grade aktuell die Proteste der Näher in Bangladesch in Verbindung mit H&M: http://auslandsjournal.zdf.de/
Oder CSR-Test in der Stiftung Warentest zu T-Shirts vieler großer Anbieter: https://www.test.de/themen/freizeit-reise/test/Damen-T-Shirts-CSR-Nur-ein-Anbieter-stark-engagiert-4118781-4119108/
August 5th, 2010 um 10:39
zuendstoff
Hier der Link zu der ganzen Doku:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5063630
Obwohl ich mich schon lange mit dem Thema beschäftige, geht sowas immer noch richtig nah. So ein skr*p*ll*s*s Schw**n!
August 5th, 2010 um 17:24
Fabian
Dass kik unter diesen Bedingungen produziert, ist wohl für die meisten Besucher dieser Seite keine Überraschung. Um so besser, dass es im öffentlich rechtlichen Fernsehen thematisiert wird. Und hier finde ich die Kommentare und Diskussion interessant – die Besucher der Tagesschau-Seite bilden einen deutlichen besseren Durchschnitt der Gesellschaft ab, als es Kommentare bei korrekte klamotten tun, die grundsätzlich in der Thematik besser informiert sind.
Und ich stelle fest: es gibt viel zu tun! Menschen, die teurere Produkte kaufen, wundern sich, dass diese Kleidung unter den gleichen Bedingungen hergestellt wird, wie “Billig-Kleidung”. Diese Leute gilt es abzuholen und aufzuklären!
Ebenso kontinuierlich zieht sich die “Hartz IV”-Argumentation durch die Beiträge: “Mit geringem Einkommen können auch nur billige Produkte eingekauft werden.” Dieses Denken ist zum einen verständlich, da auch einkommensschwächere ihren Durst an Kleidungskonsum – ein Stück vom Kuchen der Industrienationen – befriedigen wollen. Gleichzeitig ist dies aber auch erschreckend, da dadurch das Problem nur in andere Länder exportiert und dort verstärkt wird. Discount funktioniert global zu Gunsten der einen und zu Ungunsten der Anderen.
Freilich gäbe es für diesen Kreis der Personen Alternativen: zum Beispiel Second-Hand-Kleidung oder einfach den Bedarf an unnötiger Kleidung senken. Die Forderung nach Verzicht spricht sich leicht, wogegen die durch Medien gemachte Realität ein anderes Bild zeigt und fordert.
Insgesamt stimmt schon die Devise “gutes Tun und darüber reden”. Damit kann man im kleinen Kreis viel erreichen. Und um den großen Kreis gilt es sich zu kümmern. Wie schon einst vor Nike-Stores Aufklärungskampagnen aufklärten über den krassen Gegensatz der horrenden Preise gegenüber den menschenunwürdigen Missständen in den Produktionsländern in Fernost.
August 5th, 2010 um 19:40
Bernd
In diesem Zusammenhang finde ich die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Handelsforschung Köln recht vielsagend: http://www.trading-house.net/news/boerse/studie-verbraucheranspruch-und-kaufverhalten-klaffen-auseinander-21528826.html . Diese Studie allerdings zur Rechtfertigung unfairer Preise zu nehmen, wie es in der ddp-Meldung anklingt, zeigt dann einmal mehr die Ökonomisierung des Denkens hier und heute.
August 6th, 2010 um 09:22
Birgit Bernklau
Hallo
Ich finde das ist eine bodenlose frechheit was die Leute von kik mit den Menschen da machen.Ich bin selber Mutter und habe viel bei kik für meine Tochter gekauft.Aber seitdem ich den bericht in Fernsehen gesehen habe werde ich nicht mehr bei kik einkaufen.Ich unterstütze doch keine sklaven arbeit.Mir tun die Menschen leid die so etwas durch machen müssen nur um zu überleben.Am schlimmsten finde ich aber das ein kind gezeigt wird was todkrank ist und die Leute von kik keine Menschenwürde hat um den kind zu helfen.
August 15th, 2010 um 12:40
Susanne Schultz
Als ich den Bericht gelesen habe, habe ich mich geschämt bei KIK jemals eingekauft zu haben.Ich habe 2 kinder für die ich leider viel dort gekauft habe! Auch wenn ich noch immer viele Kinder in meinen umfeld habe werde ich dort bestimmt nichts mehr kaufen!!! Lieber gebe ich mehr geld aus als diese skupellose Geldmacher weiter zu unterstützen! Genauso sollte sich Frau Pooth in grund und boden schämem!Diese Frau ist doch auch Mutter! Oder ist nur ihr Kind wichtig??????Als gute Fee für arme und Kinder im Fernsehen auftreten aber für eine solche Firma werben! Da kann man nur sagen PFUI Frau Pooth!
August 15th, 2010 um 12:58
Katja
Ich findes es Klasse, dass die Tagesschau solche Themen aufgreift. Es ist erschreckend, wie wenig sich die Leute Gedanken darüber machen, wo ihre “Schnäppchen” herkommen…
August 16th, 2010 um 15:23
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