FairTradeZone- Rundreise

Von am 25. Okt. 2010


Das Bekleidungssyndikat und Zünstoff, unterstützt vom Netzwerk Kritische Masse e.V., versuchen es nochmal: Mitglieder der Kooperative “FairTradeZone / COMAMUNVI” aus Nicaragua kommen vom 1.-12.11.2010 auf eine Rundreise nach Deutschland.

Nachdem die Rundreise im Sommer an der Fluggesellschaft Iberia in Costa Rica gescheitert ist, versuchen wir es wieder. Maria Elena Medina Vallejos und Sulema Mena Garay von der Frauenkooperative ” Nueva Vida Fair Trade Zone” werden Anfang November in zehn Städten von ihrer Arbeit, den Schwierigkeiten und Perspektiven berichten. Mit der Rundreise soll nicht nur von den schlechten Arbeitsbedingungen in den Sweatshops der Textilindustriebranche berichtet werden. Vielmehr soll auf die Perspektive jenseits der Konkurrenzwirtschaft hingewiesen werden, die sich die Frauen der Kooperative erarbeitet haben. 

titel

-

Mit dem direkten Kontakt von KonsumentInnen und ProduzentInnen wollen wir ein praktisches Beispiel der “Solidarischen Ökonomie” geben. Der Grundsatz des Fair Trades, dass mit dem Kauf von Produkten aus Kooperativen Menschen hierzulande sichere Arbeitsplätze in Ländern des Globalen Südens fördern können, ist aber nur ein Aspekt der Rundreise.

-

Auch soll nicht nur der Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsum und den ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen aufgezeigt werden. Damit sich die KonsumentInnen im Globalen Norden nicht auf dem Niveau eines “guten Konsums” ala “Saufen für den Regenwald” zurück ziehen, sind bei jeder Veranstaltung lokale AkteurInnen und AktivistInnen für “eine bessere Welt” beteiligt. Basisgewerkschaften, entwicklungspolitische Gruppe und Gruppen aus der Umwelt- und globalisierungskritischne Bewegung stellen ihre Arbeit vor und laden zum Mitmachen ein.

-

Wie zuletzt wieder von den Zapatistas in Chiapas formuliert wurde, ist die größte Solidarität im Zeitalter der Globalisierung das Engagment gegen die lokalen ausbeuterischen Verhältnisse.

img_2095-1024x768

-

Die Tourdaten:

1. November (Montag) Hannover – 19:30 Uhr – Neues Rathaus, Mosaiksaal, Trammplatz

3. November (Mittwoch) Freiburg – 20:00 Uhr – DGB-Haus, Hebelstr. 10

5. November (Freitag) Karlsruhe – 20:00 Uhr – Sozialer Raum Planwirtschaft, Werderplatz

6. November (Samstag) Frankfurt – 20:00 Uhr – Cafe ExZess, Lepziger Str. 91

7. November (Sonntag) Trier – 14:00 Uhr – Weltladen Trier, Pfützenstr. 1

8. November (Montag) Münster – 20:00 Uhr – IkZ Don Quijote, Scharnhorststr. 57

9. November (Dienstag) Göttingen – 19:30 Uhr – Cafe Autonomicum im blauen Turm der Uni

10. November (Mittwoch) Hamburg – 19:00 Uhr – Kaffeelager, Café Libertad, Stresemannstr. 268

11. November (Donnerstag) Bremen – 20:00 Uhr – Übersee-Museum, Bahnhofplatz 13

12. November (Freitag) Berlin – TAZ-Cafe, Rudi-Dutschke-Str. 23

-

Die Kooperative ist genossenschaftlich organisiert. Somit werden alle Entscheidungen auf dem monatlichen Plenum, bei dem jedes Mitglied der Kooperative gleichberechtigt eine Stimme hat, getroffen. Neue Genossinnen müssen nach spätestens drei Monaten verpflichtend Mitglied werden, um ein vermeintliches Arbeitnehmerinnen – Arbeitgeberinnen – Verhältnis dauerhaft zu verhindern.

-


Weiterhin garantiert das Kollektiv, im lokalen Kontext betrachtet, faire existenzsicherende Löhne. Zur Zeit zahlen sich die Mitglieder ein Einkommen von (umgerechnet) 140 US-Dollar aus. Der gemeinsam festgelegte betriebsinterne Mindestlohn ist im Durchschnitt 25% höher als der landesweite Mindestlohn.

-

Initiiert wird diese Veranstaltungsreihe von dem gemeinnützigem Verein “Netzwerk Kritische Masse” e.V. aus Hannover in Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt – Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen, dem Bildungswerk umdenken – Heinrich Böll Stiftung Hamburg, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, dem CaféLibertad Kollektiv eG, dem Jugendumwelt- Netzwerk JANUN e.V., der Christlichen Initiative Romero, INKOTA netzwerk e.V.

-

Des Weiteren mit der finanziellen Unterstützung von dem Evangelischen Entwicklungsdienst, Umverteilen! – Stiftung für eine, solidarische Welt, inWent (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) und dem Katholischen Fonds Kooperation Eine Welt.