Familienausflug

Von am 22. Okt. 2009


Zwei Wochenenden hintereinander waren wir auf Tour, erst die Ökorausch in Köln – dann das Sozialforum im Wendland.

Über die Ökorausch ist schon einiges hier auf dem Blog geschrieben worden und auch einige schöne Bilder sind gepostet worden. Daher gibt’s von uns keine neuen Bilder. Obwohl wir auch welche haben – die findet ihr auf unserer MySpace-Seite – daher nur ein Bild vom Stand im Wendland.

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Zu dritt waren wir angereist und haben nach etlichen Staus und gefühlten vier Tagen Köln erreicht. Wo wir beim Standaufbau erst bemerkten, was wir alles vergessen hatten – das zeigt wieder Listen zum Abhaken nützen nichts, wenn sie im entscheidenden Moment auf dem Schreibtisch liegen bleiben. Aufgrund von gutem Improvisationstalent haben wir dann auch eine passablen Stand hinbekommen.

Die Ökorausch selbst war, wie hier ja schon häufiger geschrieben, ein netter Event. Endlich war es für uns Online-ShopperInnen möglich, mal wieder mit echten Menschen zu reden. Dann auch noch neben netten KollegInnen zu stehen und mit ihnen dann eine nette Kneipe in der Nähe kennen zu lernen, ist natürlich schon fast Luxus. Wobei ich immer noch nicht weiß, warum am Rhein südlich von Duisburg Bier in Wassergläsern ausgeschenkt wird.

Die Rückfahrt verlief für uns zwar ohne Stau, dafür aber mit Blechschaden beim Umparken vor der Haustür. Ich weiß jetzt wieder, warum ich sonst (fast) alles mit Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln erledige!

Keine vier Tage später saßen wir aber wieder im Auto und waren auf dem Weg ins Wendland, um dort einen Stand beim „Sozialforum in Deutschland“ zu machen. Entsprechend dem Anlass hatten wir diesmal auch eine Auswahl aus dem Büchertisch der FAU-Hannover dabei und sehr viel mehr Shirts mit „deutlichen Aussagen“.

Leider blieb das Sozialforum hinter allen Erwartungen zurück. Es kamen nur gut ein Drittel der erwarteten Personen, das Wetter war miserabel und zu allem Überfluss wurde auch noch im Veranstaltungszentrum eingebrochen, weshalb ein Teil der Veranstaltungen verschoben werden musste. Zum Glück ist aber alles versichert gewesen.

Nichts desto trotz gab es viele interessante Gespräche in denen wir unser Konzept und faire Kleidung allgemein erklärten. Auf ein Wiedersehen mit FreundInnen und hervorragendes Essen von einer unserer beiden Lieblingsvoküs, LeSabot, hatten wir usn im Vorfeld schon gefreut. Auch die – wenigen – Veranstaltungen, die wir besucht haben, waren aufschlussreich. So gibt es bei attac jetzt eine AG „Betriebe in ArbeiterInnenhand“, welche vor allem das Konzept „Genossenschaft statt Privatisierung“ diskutiert – eigentlich nichts neues, aber leider zu oft vergessen. Und auch über die Privatisierung der Wasserwerke in Berlin wissen wir, Dank des Theaterstücks der Berliner Compagnie, jetzt mehr.

Was auf jeden Fall ungewöhnlich war – trotz bitterer Kälte und Übernachtung in einer Turnhalle, wurden wir nicht, wie sonst, mitten in der Nacht mit dem Ruf „der CASTOR kommt“ geweckt und Polizei haben wir auch keine gesehen…