Urgent Action: Protest gegen gewaltsame Räume / Chiapas
Von Bekleidungssyndikat am 15. Feb. 2010
Dringende Online-Kampagne zur Unterstützung der inidgenen Bevölkerung in Chiapas.
Seit mehreren Jahren haben die Bundes- und Staatsregierungen öffentlich die Durchführung von Zwangsräumungen angekündigt, und haben auf willkürliche Weise und unter Verletzung der Menschenrechte die indigenen Dörfer vertrieben, die seit mehreren Jahrzehnten in der Region des Biosphärenreservats Montes Azules ansässig gewesen sind. Dies ist Teil der offiziellen Strategie des Raubes, des Ausschlusses und der Diskriminierung, unter dem Vorwand des »Naturschutzes«, zugunsten von Investitionen nationaler und internationaler Interessen in den Branchen Tourismus und Forschung.

Am 21. und 22. Januar 2010 wurden in den Gemeinden Laguna El Suspiro und Laguna San Pedro im Bezirk Ocosingo, Region Montes Azules, von Polizeieinheiten und staatlichen Behörden zwei gewaltsame Räumungen durchgeführt. Diese erfolgten ohne Vorwarnung. Zudem wurde den BewohnerInnen der beiden Gemeinden nicht erlaubt, persönliches Eigentum mitzunehmen. Augenzeugen aus der Region berichteten, dass alle Häuser und Besitztümer in den besagten Dörfern niedergebrannt worden seien.
Am 26. Januar 2010 gaben die Staats- und Bundesbehörden für Umweltschutz in einer Pressekonferenz bekannt, ein weiteres Tourismusprojekt entlang historischer Maya-Stätten von Honduras über Guatemala bis Mexiko ins Leben zu rufen. Dies beinhaltet so genannte Ökotourismusprojekte. Darüber hinaus wurde die Zwangsräumung weiterer Gemeinden in den Montes Azules bekannt gegeben.
Aufgrund der erwähnten Vorfälle, rufen das Menschenrechtskomitee Fray Pedro Lorenzo de la Nada, der Servicio y Asesoría para la Paz (SERAPAZ) und das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba) dazu auf, Protestbriefe an die mexikanische Regierung zu schicken.
Eine Online-Petition zur Unterstützung des Protestes und weitere Hintergrundinformationen findet ihr hier:
http://www.chiapas98.de/ua2.php?id=70
Ein wenig Hintergrund zu der Frage, in wie weit Biosphärenreservate tatsächlich die Umwelt schützen, gibt es in dem Buch “Naturschutz und Profit” von Klaus Petersen.







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