Würzburg ist schön!
Von fairtragen am 03. Aug. 2010
erste Eindrücke vom Fair-Trade-Festival
Hier gibt es ein paar Bilder vom Fair-Trade-Festival in Würzburg.
Offizielle Videos und Fotos wird es auch bald geben: fairtradefestival.blogspot.com.
Uns hat es sehr gut gefallen, die Stimmung war sehr entspannt, interessante Vorträge und Stände; außerdem natürlich gute Musik!
Meine neuen Lieblingsbands: Rainer von Vielen und Herr von Grau!
Außerdem fand ich ganz interessant: die Idee einer negativen Verzinsung für nicht genutztes Geld: www.INWO.de



















7 Kommentare
Ingmar (Bekleidungssyndikat)
Ich verstehe ja nicht, warum die eine Frau ein Hosenbein hochgekrempelt hat, ist die zu spät gekommen und hat das noch vom Radfahren??
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Und warum sind die meisten großen und öffentlichkeitswirksamen FairTradeAktionen eigentlich im Süden?
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INWO… da reg ich mich nur drüber auf…
August 3rd, 2010 um 10:10
Björn Hens
Das mit dem Hosenbein ist so ein Trend, den es seit ein paar Jahren gibt und kommt glaub von den BMX´lern.
Kenne INWO bisher nur grob. Gefällt dir die Orga nicht oder die Idee der negativen Verzinsung? Dass im Geldsystem ein großes Problem steckt weißt du sicherlich. Zumindest schätze ich dich so ein. :)
August 3rd, 2010 um 11:36
Lars
Vertreter_innen des Konzepts der natürlichen Wirtschaftsordnung sehen oft im Zins das einzige Problem unserer Wirtschaftsordnung und glauben mit negativem Zins plus Bodenreform sei alles supi. Ansonsten sind sie i.d.R. pro “freie Marktwirtschaft” und Konkurrenz und finden das Resultat von “Jeder gegen Jeden” samt der sich daraus ergebenden Wohlstandsverteilung sei gerecht.
Dies wird von Vertretern einer solidarischen Ökonomie scharf kritisiert, die ja auf Solidarität statt Konkurrenz als wirtschaftliches Grundprinzip setzt. Sie meinen die Befürwortung der Konkurrenz unter vermeintlich gleichen Ausgangsbedingungen sei letztlich Sozialdarwinismus.
Die Fokussierung auf die Zinsproblematik und Bodereform wird oft auch als struktureller Antisemitismus kritisiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell#Kritik
August 3rd, 2010 um 16:16
fairtragen
Ja, das würde mich auch interessieren. Auf den ersten Blick halte ich das für eine ganz gute Idee mit dem INWO…
August 3rd, 2010 um 19:06
Ingmar (Bekleidungssyndikat)
hmm… ich versuch mal meine Kritik kurz und verständlich zu machen, was leider nicht ganz einfach ist:
Das “unwichtigste” zuerst: es gibt keine “Natürliche” Wirtschaftsordnung. Wirtschaft ist etwas kulturell-soziales und hat mit Natur so viel zu tun, wie Beton und Asphaltstraßen. Der Bezug auf “Natur” (als positiv besetzter Begriff) soll eine Ursprünglichkeit suggerieren, die es nicht gibt. Sozusagen den Urzustand, der erst durch die (falsche) Kultur zerstört wurde. Fiese Beispiel: ist so wie das es für Frauen das “natürliche” Verhalten sein soll sich um Kinder zu kümmern und den Männern das Arbeiten zu überlassen.
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Wichtiger und das was mich eher aufregt ist, das die Freigeldlehre von Gesell ff. Symptom und Ursache verwechselt. Klar gibt es wegen Geld und va. wegen Zinslasten viele Probleme, aber das eigentliche Problem ist ja das kapitalistische System der Ausbeutung und dessen Grundlage ist nicht das Geld, sondern das Eigentum an Kapital (was ja nur zum geringsten Teil Geld ist). Als ähnliches Beispiel fällt mir immer der Biospirt ein: Schließlich ist nicht der Verbrauch von Erdöl (oder anderer fossieler Enerige) das eigentliche Problem, sonderen eine Mobilität, die auf individuellen Verbrennungsmotorverkehr aufgebaut ist.
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Das führt dann bei manchen Leuten zu der beliebten Trennung in gutes “schaffendes” Produktionskapital und böses “raffendes” Spekulationskapital. Das scheint sich dann va. bei der letzten Wirtschaftskrise wieder bewahrheitet zu haben. Dass Krisen im Kapitalismus ganz normal sind, weil es Überproduktion usw. gibt wird dardurch zum Teil ausgeblendet. Ist ein bisschen, wie im Umweltschutz, wo es auch die skurrielsten Erklärungsansätze gibt – ethnischer Bioregionalismus z.B., nach dem Leute aus Afrika in Europa zum Klimawandel beitragen, weil sie hier mehr heizen würden. Das zieht sehr schnell sehr seltsame Leute an…
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An sich ist die Idee, auf die sich ja auch Tauschringe beziehen, ja an sich gar nicht unsympatisch, und gerade die Zinslast ist ja ein großes Problem, gerade im globalen Süden. An der grundsätzlichen Problematik wird Schwundgeld aber nichts ändern – im Gegenteil hier wird mAn der Blick verstellt.
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Außerdem gibts noch ein paar andere Kritikpunkte, aber die würde ich eher bei einem Kaltgetränk und etwas zeit erläutern, weil das wird dann schnell komplex.
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Ich hoffe das hat zumindest etwas erklärt – und ich habe mich gar nicht aufgeregt :-)
August 4th, 2010 um 11:22
Lars
@Leon_ schalte doch bitte mal meinen Kommentar frei.
Allerdings hat Ingmar die Problematik ja nun auch schon gut erklärt und es anders als ich geschafft, ohne Wörter wie “Sozialdarwinismus” und “struktureller Antisemitismus” auszukommen. :)
Wie Ingmar finde auch ich die Grundidee des negativen Zinses erstmal nicht verkehrt, nur löst sie eben längst nicht all die Probleme, die sie zu lösen vorgibt.
August 4th, 2010 um 12:23
ben
Hallo Leute,
Bilder vom Fair Trade Festival gibts jetzt auf unserer facebook Seite…
http://www.facebook.com/album.php?aid=244297&id=320396777315&saved#!/pages/Fairtrade-Festival-Wurzburg/320396777315?v=wall
hoffe, das stimmt…
Grüße aus Würzburg
ben
August 5th, 2010 um 13:17
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