Bericht Transfair Lizenznehmertreffen
Von IndiaFling am 01. Nov. 2009
Letzte Woche fand in Köln das Transfair Lizenznehmertreffen statt. Rund 30 Teilnehmer tauschten sich einen Tag lang aus und wurden über die neuesten Entwicklungen im Bereich Fairtrade informiert.

Es war mal wieder schön, das Homeoffice zu verlassen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu sehen, was die anderen so treiben… und dann auch noch in Köln, wo ich immer besonders gerne bin :-) Kennengelernt habe ich bei der Gelegenheit auch mal Nina Lorkovic von milch fairtrade shirt, die in der gleichen Fabrik in Kalkutta ihre Oberteile herstellen lässt, wie ich. Sigrid Schulte im Rodde von siroc war auch dabei und im Anschluss haben wir uns gleich noch ein wenig den Kölner Einzelhandel angeschaut. Und meine Kommilitonin Annika, die im Bereich Kaffee tätig ist, habe ich bei der Gelegenheit auch endlich mal wieder getroffen.
Inhaltlich hat uns Transfair Geschäftsführer Dieter Overath auf den neuesten Stand gebracht… super Verkaufsentwicklungen, steigende Bekanntheit des Siegels, PR Aktionen des Vereins: sieht eigentlich alles sehr gut aus. Vor allem freut es uns natürlich, dass wir in der fairen Kaffeepause mal den Briten den Rang abgelaufen haben… und das, obwohl die uns doch im Bereich fair immer um Längen voraus sind.
Spannend ist vor allem eine Aktion, die im Moment im Bereich Lebensmittel aufgerollt wird. Verkaufsdisplays mit Fairtradeprodukten verschiedener Anbieter in Supermärkten. Das hat in den Testsupermärkten in der Testphase gleich mal zu einer schicken Absatzerhöhung geführt und gezeigt, dass das Siegel ein starkes Zugpferd in Sachen Absatz ist. Leider gibt es keine wirklichen Ansätze, das Ganze auf Textil zu übertragen. Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass das im Einzelhandel – vor allem in großen Kaufhäusern – durchaus Zukunft hätte.
Morgens sieht der Kunde diese Displays im Supermarkt und abends findet er im Kaufhaus (wobei man natürlich nicht weiß, ob es die in Zukunft überhaupt noch gibt ;-)) bei Kleidung das gleiche Logo wieder. Dadurch hätten wir sicherlich einen starken Wiedererkennungseffekt und würden vor allem auch die eher konventionellen Kunden ansprechen (Missionierungsgedanke!!!). Die Zahlen der Initiative, die Bekanntheit und das Ranking des Siegels (der Ethical Brand Monitor sieht in einer aktuellen Studie Fairtrade als Siegel Nummer eins im Bereich Nachhaltigkeit für den wirtschaftlichen Erfolg von Marken) sprechen derart für sich, dass man damit bestimmt den einen oder anderen Einzelhändler überzeugen könnte.
Wie wäre es also mit Gemeinschaftsdisplays unserer kleinen Labels unter dem Fairtradesiegel? Wir haben mal mit Herrn Overath überlegt, hier ein separates Treffen zu starten. Und wer daran Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden!








1 Kommentar
siroc
Hallo Stefanie,
schön, dass du unser Diskussionsthema in Deinem Bericht aufgenommen hast. Wie Du ja weißt, bin ich auf jeden FAll an einer gemensamen Aktion mit Hilfe eines “aufgeteilten” Warenträgers interessiert. Wie immer er auch aussehen mag ;-) Das solten wir im Vorfeld gut durchdenken…
Halte mich auf jeden Fall auf dem Laufenden. Viele Grüße aus MS, Sigrid.
November 2nd, 2009 um 08:18
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