GOTS bei Aldi, Verpacken und Versenden

Von am 13. Jul. 2011


Wer bei Aldi Bio-Klamotten kauft, ist das Eine. Aber interessanter ist doch: Wie läuft das bei uns mit Verpackung und Versand. Ihr könnt gerne mitreden!

Werte Gemeinde,

wer hat sich schon sein Jeans & Polo Package bei Aldi Nord für EUR 30,- gesichert? :) Ich habe meinen Augen ja kaum getraut, als ich da vorgestern durchgesprintet bin. Ist übrigens tatsächlich GOTS zertifiziert. Naja …

Anderes Thema, das immer wieder hoch kommt: Verpackung und Versand. Was den Versand angeht, finde ich alle üblichen Anbieter weder in sozialer noch ökologisch-nachhaltiger Hinsicht toll. Viele Kolleginnen und Kollegen nutzen DHL Go Green. Dem stehe ich aber recht skeptisch gegenüber, weil das für mich keine ganzheitliche Firmenstrategie ist, sondern hier vielmehr von denen genommen wird, die eben ein ökologisches Gewissen haben. Was man sich aber eben auch nicht, um es mal klar zu sagen, für  10 Cent erkaufen kann. Darüber hinaus ist DHL eben recht teuer, zumindest im Vergleich zu z.B. GLS oder Hermes. Wo wir beim Kern wären: Wie wichtig sind Euch die Versandkosten eigentlich? Also, damit sich auch Nicht-Kunden auskennen, bei uns gibt es Kleinbestellungen bis zwei Shirts nach wie vor für EUR 2,- (Brief, unversichert), alles darüber hinaus (bis EUR 100,- Warenwert) kostet EUR 4,- (GLS/Hermes, versichert). Wir machen das ganz klar, um auch kleinere Sendungen attraktiv zu lassen. Findet Ihr das wichtig? Ein generelles Anheben auf EUR 4,- würde uns natürlich andere Möglichkeiten geben, z.B. einen Deal mit einem Paketdienst abzuschließen, durch den wir zu günstigeren Kursen versenden können. Außerdem hat das Auswirkungen auf die Verpackung, siehe folgender Absatz.

Denn die Verpackungen – deren Kosten wir übrigens nicht an Kunden weiter geben, das ist an Porto-/Paketkosten zu erkennen – sind das andere Ding. Es gibt seit 2009 (?) die Verpackungsverordnung, die uns vorschreibt, Verpackungen zuzunehmen bzw. das möglich zu machen. In der Regel läuft das so, dass man einem Entsorgungsunternehmen Geld zahlt, damit es die Rücknahme (theoretisch) übernimmt (Kosten je nach Menge des verbrauchten Materials, minimal aber so EUR 80-100/Jahr). Wir haben das bisher umgangen, da wir Beutel aus Bio-Kunststoff der Marke Biobiene verwendet haben. Die sind aus Stärke, Zucker, Holzschliff, etc. hergestellt, kompostierbar und vor allem: von der Verpackungsverordnung befreit! Allerdings gibt es seit ein paar Monaten das Problem, dass DHL, Hermes & Co. die größeren Beutel (d.h. für Hoodies, etc.) von Nicht-Vertragskunden (= Otto-Normalversender) nicht mehr annehmen bzw. als Sperrgut deklarieren (ca. EUR 15,- Aufpreis!). Macht diese Unternehmen nicht gerade sympathischer. Heißt: Wir müssen entweder Vertragspartner werden oder eine Entsorgungslizenz erwerben und künftig wieder (wie vor 2009) in Kartons versenden.

Wie wir weiter machen, wird sich in den nächsten 14 Tagen klären, qualifiziertes und unqualifiziertes Feedback zu dem Thema ist herzlich willkommen!

Bis nächste Woche – bis dahin sieht man sich vielleicht beim BBQ-Freestyle-Contest in Paderborn (siehe Video) oder abends beim Bergfest in Münster?


Viele Grüße,

Marco // Sunimar