European Activists’s Seminar in Lodz
Von zündstoff am 18. Okt. 2009
Da ich es immer sehr nett und inspirierend finde an Seminaren der Clean Clothes Campaign teilzunehmen, habe ich mich auf den weiten Weg nach Lodz / Polen gemacht, um mich erstens inhaltlich weiter zu bilden und zweitens kräftig zu Netzwerken.
Da ich es immer sehr nett und inspirierend finde an Seminaren der Clean Clothes Campaign teilzunehmen, habe ich mich auf den weiten Weg nach Lodz / Polen gemacht, um mich erstens inhaltlich weiter zu bilden und zweitens kräftig zu Netzwerken. Das Seminar wurde von Karat (Polen) / Inkota (Berlin) und Südwind (Österreich) organisiert und war das vorerst letzte Treffen, dass einen Austausch zwischen CCC-AktivistInnen aus allen drei Ländern zu ermöglichen.
Die immerhin 18-stündige Anreise per Nachtzug war unerwartet angenehm, so dass ich gut erholt und bester Dinge in der ehemaligen Textilhochburg eintraf.
Inhaltlich ging es um die Situation von (osteuropäischen) Textilarbeiterinnen. Der Genderaspekt war ein klarer Schwerpunkt des Treffens. Leider war vor allem die erste Arbeitsphase am Samstag inhaltlich nicht so wirklich spannend. Irgenwie fehlte ein konkreter und fundierter inhaltlicher Input, um sich tiefgehend mit der Thematik zu befassen.
Neben den erwartungsgemäß spannenden Gesprächen mit sehr netten AktivistInnen war auch die Mischung aus Vorträgen und Arbeit in Kleingruppen ziemlich gut. Vor allem das Planen einer Aktion für Frühjahr 2010 und das Gespäch mit einer gewerkschaftlich engagierten polnischen Näherin, waren spitzenklasse.

Und auch Lodz ist eine Reise wert: Immerhin hat Lodz die berühmteste Filmhochschule Polens und auf den Straßen sind jede Menge nette, aufgeschlossene Menschen unterwegs. Eine krasse Mischung aus Kunstszene und durch Strukturwandel hervorgerufener Armut waren unverkennbar. Krass zu sehen dass die riesige alte Textilfabrik “Manufaktura” von einer französischen Investmentgesellschaft – zugegebenermaßen sehr schön – saniert wurde und sich dort Clubs, Resaturants, eine fette Mall, ein 3D-Kino, ein Museum für moderne Kunst, und tausend Dinge mehr befinden. Passenderweise haben wir während des Seminars eine richtig guten Doku zum selben Thema gesehen: “Our Street” zeigt das Leben der Familie Furmansky, die seit mehreren Generationen gegenüber der Manufaktura lebt und in der Fabrik gearbeitet hat.
Insgesamt ein sehr gelungenes Wochenende: Arbeiten, austauschen und gemeinsam feiern vom Feinsten. Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen! 








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